Intern beheizte Gasdruckanlagen

Intern
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IHPV3
In der Abteilung Experimentelle und Angewandte Mineralogie stehen
zwei intern beheizte Gasdruckanlagen (Internally Heated Pressure Vessels, IHPV) zur Verfügung.
Die Anlagen bestehen jeweils aus vier Komponenten:
1. Autoklav
2. Druckerzeugung/-steuerung
3. Ofen
4. Temperatursteuerung.

Druckmedium in beiden Anlagen ist Argon oder ein anderes Edelgas.

Die Anlage „Hofer“ ist für einen maximalen Betriebsdruck von 700 MPa ausgelegt und kann
vertikal oder horizontal betrieben werden. In beiden Fällen werden Öfen mit Wicklungen aus
Pt-Draht benutzt. Die Maximaltemperatur beträgt 1300 °C, die über einen Eurotherm Programmregler
gesteuert wird. Im vertikalen Betrieb kann der Temperaturgradient in der Zone (30 mm) durch zwei
unabhängig ansteuerbare Heizwicklungen auf <10 °C reduziert werden. Mit einem „Drop Quench“
können hier die Proben zum Ende des Experiments schnell abgeschreckt werden
(Abkühlraten von ca. 100-150 °C/s).

Die Anlage „Böhler“ ist für einen maximalen Betriebsdruck von 500 MPa ausgelegt und wird
vertikal betrieben. Die Öfen mit Wicklungen aus PtRh-Draht ermöglichen eine Maximaltemperatur von
1300 °C. Die Temperatur wird über einen Zweikanal Eurotherm Programmregler computergestützt
geregelt. Auch hier können Proben mit einer„Drop Quench“ Vorrichtung abgeschreckt
werden (Abkühlraten von ca. 100-150 °C/s). Die Drucksteuerung der Böhler Anlage erfolgt über
einen Computer und erlaubt eine kontinuierliche Druckentlastung der Proben. Die Dekompressions-
raten liegen dabei zwischen 0.2 und 200 MPa/h. Die Böhler Anlage kann mit Ar-H2 Mischungen
betrieben werden, was die Kontrolle der Sauerstofffugazität (Redoxbedingungen) in den Experimenten
ermöglicht. Der Aufbau einer Shaw Membran zur Messung der Wasserstofffugazität ist in Planung.

Kontakt:
Laborleitung: Dr. Burkhard Schmidt, GZG, Mineralogie,
Goldschmidtstr.1,
37077 Göttingen,
Tel. 0551 3919900,
burkhard.schmidt@geo.uni-goettingen.de